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	<description>Weitwinkel — zeitgenoessisches MusikTheater</description>
	
	<language>de</language>
	<copyright>The Author</copyright>
	<pubDate>Sun, 15 Apr 2012 19:07:32 GMT</pubDate>
	<lastBuildDate>Sun, 15 Apr 2012 19:07:32 GMT</lastBuildDate>
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	<item>
		<title>Berner Zeitung, 12.09.2011</title>
		<link>http://www.weitwinkel-web.net/?img=57</link>
		<pubDate>Sun, 15 Apr 2012 19:07:32 GMT</pubDate>
		<dc:creator>The Author</dc:creator>
		

		<description><![CDATA[]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<h2>Reise ins Land der geraubten Illusionen</h2>
<p>&#160;</p>
<p>STADTTHEATER «Der Wunsch, Indianer zu werden» von Leo Dick wurde am Samstag uraufgeführt und beginnt im Untergrund des Stadttheaters. Trotz Längen vermag das Stück zu packen.</p>

<p>Von Maria Kiinzli</p>

<p>«Ich bin in Amerika reich geworden», singt der Chor. Doch er singt es zu schrill, als dass es wahr sein könnte. Zu viel Hoffnungslosigkeit steht in den Gesichtern der Passagiere. Mit dem Ozeandampfer «Independent Trader» sind sie in See gestochen und hofften auf das Amerika ihrer Träume. Doch die Reise war beschwerlich, der Zoll eine Schikane. «Name. Alter. Geschlecht», fragt eine Zollbeamtin monoton, ohne aufzublicken. «Können Sie lesen. Schreiben. Muttersprache.» Schliesslich wird man durchgewinkt.</p>

<p>Stationentheater</p>

<p>«Der Wunsch, Indianer zu werden» ist ein Musiktheaterstück, das der Basler Komponist und Regisseur Leo Dick im Auftrag des Stadttheaters Bern schrieb. Eine Vorgabe war, die Räume des Stadttheaters auf eine neue Art zu bespielen. Am Wochenende wurde das Stationentheater für 150 Zuschauer und fast ebenso viele Mitwirkende im Rahmen des Musikfestivals Bern uraufgeführt. Die Reise beginnt an einem Seiteneingang neben der Französischen Kirche und führt hinunter in den Lagerraum des Stadttheaters. Wo sonst Bühnenbilder und Requisiten lagern, hausen nun die Schiffspassagiere. Das Publikum ist mit an Bord und Teil der Geschichte. Geschickt nutzt Leo Dick die Akustik: Die Sänger sind im Raum verteilt, durch den Hall fällt es schwer, sie zu orten. So ist die Atmosphäre noch unbehaglicher.<br />
Das Schiff legt an. Vom Zoll gehts mit dem Frachtenlift hoch auf die Stadttheaterbühne. Noch ist die Tür zum Zuschauerraum, zum erträumten Amerika, verschlossen, die weissen Stufen führen ins Nichts. Erst im dritten Teil wird man angelangt sein im Land der Indianer, der Künstler und der geraubten Illusionen. Doch noch steht der Dirigent Titus Engel auf der kleinen Schwebebühne vor der weissen Treppe, mit weissem Anzug und zerzaustem Resthaar. Der Chor des Stadttheaters und die Musiker des Jugend- Sinfonie- Orchesters Konservatorium Bern sind auf den schmalen Gängen des Bühneninnenraums verteilt, sodass der Klang nun von oben kommt.<br />
Es ist heterogene, betörend assoziative Musik, mit vielen Zitaten, die collageartig zusammengefügt wurden: die amerikanische Nationalhymne, Wilder Westen, Broadway-Anleihen, ein bisschen «Westside». Textlich stützt sich Leo Dick auf Karl May und Franz<br />
Kafkas «Amerika»-Roman. «Der Wunsch, Indianer zu werden», kommt aber ohne eigentliche Handlung oder Dialoge aus. Auch hier hält sich der Komponist an Assoziationen, was über weite Strecken gut funktioniert: Klangcollagen, die schrillen Figuren, die Kulisse - man ist auch ohne Handlung gut unterhalten. Auch, weil Leo Dick geschickt mit Klischees und deren Verfremdung spielt. Aus der Freiheitsstatue wird eine skurrile Amibraut im Tüllrock (Fabienne Jost), der Cowboy entpuppt sich als arabischer Schmusesänger (Wael Sami El Kholy).<br />
Ausgezeichnetes Ensemble «Der Wunsch, Indianer zu werden» lebt von den originellen Schauplätzen und von einem durchwegs engagierten, sängerisch wie darstellerisch ausgezeichneten Ensemble. Nur schade, dass sich gerade im dritten Teil immer wieder Längen aufbauen. Das liegt zum einen an der im Vergleich zu den anderen Stationen eher statischen Umsetzung. Zum andern ist man nach zwei Stunden, drei Ortswechseln, zahlreichen Figuren, Zitaten und Assoziationen schlicht übersättigt, sodass das insgesamt eindrückliche Werk gegen Ende an Dringlichkeit verliert und zu plätschern beginnt.</p>
<p>&#160;</p>

<p><img src="http://www.weitwinkel-web.net/images/LogoBEZ.png" /></p>]]></content:encoded>
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	</item>
	<item>
		<title>Der Bund, 12.09.2011</title>
		<link>http://www.weitwinkel-web.net/?img=56</link>
		<pubDate>Sun, 15 Apr 2012 18:52:46 GMT</pubDate>
		<dc:creator>The Author</dc:creator>
		

		<description><![CDATA[]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<h2>Im Assoziationsgewitter unterwegs</h2>

<p>Gelungenes Konzept, überzeugende Darsteller: Leo Dick bahnt mit seinem überraschungsreichen Musiktheater «Der Wunsch, Indianer zu werden» ganz neue Wege ins Berner Stadttheater und nach Amerika.</p>
<p>&#160;</p>
<p>Träume sind manchmal stärker als die Realität. Etwa bei Karl May, der in seinen Büchern von ausgedehnten Trecks durch die amerikanische Prärie und atemraubenden Erlebnissen mit indianischen Völkern berichtete, dabei aber selbst im Gefängnis war und erst ganz am Ende seines Lebens real in der Neuen Welt ankam. Alle anderen Reisen, wie konkret er sie seinen Leserinnen und Lesern auch schilderte, fanden ausschliesslich in seinem Kopf statt. Auch der Komponist und Regisseur der Uraufführung im Rahmen des Musikfestivals Bern, Leo Dick (Interview im «Bund» vom 7. 9.), schickt sein Publikum mit Anleihen bei Karl May und Franz Kafka und dem «Wunsch, Indianer zu werden» auf eine ungewohnte Reise in ein imaginäres Amerika – und in ein Theater, das man aus dieser Perspektive noch nie gesehen hat.</p>

<p>Der Abend beginnt denn auch nicht etwa im grossen Haus am Kornhausplatz, sondern zwei Querstrassen weiter, beim Eingang zum Le Cap in der Predigergasse. Treffpunkt ist zwar draussen, doch pünktlich wird man von der Besatzung (Stephanie Ritz, Elisabeth de Merode, Chasper-Curò Mani) aufgefordert, an Bord zu gehen: «Nun ist die Zeit und Stunde da, wir reisen nach Amerika.»</p>

<p>Schiffsladeraum und Irrenhaus</p>

<p>Platz gibts genug im Keller der alten Kornhauspost; auch für einige blinde Passagiere, die zusätzlich an Bord gegangen sind. Und dennoch macht das düstere Gewölbe einen unheimlichen Eindruck. Sperrige Kajüten türmen sich da aufeinander (Bühne, Kostüme: Tassilo Tesche) und wabernde Klänge sowie flimmernde Bildschirme füllen den Raum (elektronische Komposition: Marcel Saegesser), der durch die seltsamen Insassen, die von den Reiseführern geweckt werden, wie eine gespenstische Mischung aus Schiffsladeraum und Irrenhaus wirkt. Eine Lady will die Leute wegschicken, damit sie ihr Abendkleid anziehen kann (Fabienne Jost). Einer schimpft wie ein Rohrspatz und wirft mit zerknülltem Papier um sich (Daniele Pintaudi), und ein anderer krümmt sich von einer körperlosen Stimme malträtiert auf einem Podest (Carlos Esquivel). Kreischen, gurren, flattern, dröhnen – verworren und unübersichtlich läuft alles durcheinander, um sich gelegentlich zu poetischen Momenten zu lichten. Von Handglocken begleitet, erklingt plötzlich eine weit gespreizte, melancholische Gesangsmelodie (Barbara Berger) und bildet einen angenehmen Kontrast zum wirren Gebaren. Oder über die Köpfe singt einer inbrünstig eine arabische Melodie (Wael Sami Elkholy), abgelöst wieder vom Scheppern der Schellen an den zusammengebundenen Füssen.</p>

<p>Schliesslich werden die Passagiere in Gruppen von Bord geführt und unterirdisch, durch einen Schneesturm und vorbei an den Fragen eines Offiziers der Einwanderungsbehörde (witzig, mit Schlagzeug und Kinderklavieren: Annekatrin Klein) nach «Amerika» vorgelassen. Mit dem Lastenaufzug landet man dann direkt auf der Bühne des Stadttheaters.</p>

<p>Jubelchöre auf Amerika</p>

<p>Die Ankunft in der Neuen Welt wird den Ankömmlingen versüsst mit verlockenden Bildern von allerlei zivilisatorischen Errungenschaften bis hin zur Mondlandung, dazu erklingen durch den Chor des Stadttheaters und das Ensemble Ardent (Patrick Secchiari) Jubelchöre auf das Land der unbegrenzten Möglichkeiten: «Ich glaube an Amerika.» Die Botschaft ist klar: Hier kann jeder sein Glück machen, kann es vom Tellerwäscher zum Millionär oder zumindest zum Geschäftsbesitzer schaffen.</p>

<p>Auf einer Plattform in der Luft schwebend leitet Titus Engel die auf sämtlichen Ebenen des Bühnenturms verteilten Musikerinnen und Musiker des Jugend-Sinfonie-Orchesters (JSO) des Konservatoriums Bern durch Leo Dicks Komposition. Mit flächigen Klängen der verschiedenen Register, vielen Trillern und einer verfremdeten Klangcollage mit mehr oder minder erkennbaren Zitaten geraten wir hier in eine Art Broadway-Revue. Auf einer weissen Showtreppe wird zu Banjo- (Chiara Asquini) und Orchesterklängen performt, was das Zeug hält. Doch nicht nur das klischeehafte theatrale Spektakel, auch eine Art Wahlkampf wird genüsslich zelebriert, bevor die Truppe in den goldenen Westen weiterzieht und auch das Publikum zum Aufbruch gemahnt wird.</p>

<p>In der weiten Plüsch-Prärie</p>

<p>Und endlich führt die Reise zu den titelgebenden Indianern: Auf dem Weg über die von Engeln und Teufeln gesäumte Showtreppe und durch das Bühnenportal kann man sich noch einmal etwas die Beine vertreten, bevor man auf der Vorbühne Platz nimmt und nun in den Zuschauerraum blickt, der mit Telefonstangen zu einer weiten, roten Plüsch-Prärie mutiert ist. In seltsamen Kabäuschen haben die Solisten nun über alle drei Ränge verteilt Aufstellung genommen. Um Blutsbrüderschaft und Bärenjagd geht es hier, um indianische Kunst und um das von Franz Kafka erdichtete Theater von Oklahoma, das noch Künstler sucht. «Wir sind das Theater, das jeden brauchen kann!» Mit Stimmcollagen, elektronischen und orchestralen Überlagerungen und szenischer Interaktion schafft Dick wahre Assoziationsgewitter, die allerdings oft arg bedeutungsschwanger anmuten. Zudem hält sich die Textverständlichkeit teilweise in engen Grenzen. Doch Amerika entsteht eben im Kopf – und so bringt dieser unterhaltsame Theaterabend eine Reise in eine fantasievolle und fantastische Neue Welt für all jene, die wie Kafka und Karl May immer nach Amerika wollten und trotzdem am liebsten zu Hause bleiben, um sich die eigenen Träume von diesem Land der (scheinbar) unbegrenzten Möglichkeiten zu bewahren.</p>
<p><img src="http://www.weitwinkel-web.net/images/LogoBund.png" /></p>]]></content:encoded>
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	</item>
	<item>
		<title>Der Wunsch, Indianer zu werden</title>
		<link>http://www.weitwinkel-web.net/?img=55</link>
		<pubDate>Sun, 15 Apr 2012 13:11:33 GMT</pubDate>
		<dc:creator>The Author</dc:creator>
		

		<description><![CDATA[]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Musiktheater in 3 Teilen von Leo Dick, Marcel Saegesser und Tassilo Tesche<br />
mit Texten von Karl May, Franz Kafka u.a.</p>

<p>"Der Wunsch, Indianer zu werden" ist eine musiktheatralische Reise ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Sie beginnt an einer Hintertür des Stadttheaters Bern und führt durch unerforschte Winkel dieses geheimnisvollen Labyrinths, bevor sie den Sehnsuchtsort Bühne erreicht. Den Reisenden begegnen unterwegs fantastische Gestalten aus den grossen Amerika-Romanen Karl Mays und Franz Kafkas.</p>

<p>Auch das Publikum schliesst sich den Glückssuchern an. Nach der Passage durch die Theater-Katakomben muss es die Kunsträume der Bühne durchwandern, bevor der Zuschauersaal als Reiseziel erscheint. Dort lockt in den Weiten der unendlichen Prärie zum Schluss „Das grosse Naturtheater von Oklahoma“ mit dem Versprechen, jeden willkommen zu heissen...</p>

<h2>Videotrailer von der Uraufführung am Stadttheater Bern</h2>

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<p>-PREMIERE 10. SEPTEMBER 2011 19H30 IM STADTTHEATER BERN-<br />
Weitere Aufführungen:<br />
11. September, 15h00 und 18h00<br />
12. September, 10h00 und 19h30<br />
13. September, 19h30<br />
14. September, 19h30<br />
15. September, 19h30</p>

<p>Uraufführung / Auftragswerk des Stadttheaters Bern<br />
Im Rahmen des Musikfestival Bern 2011<br />
Mit freundlicher Unterstützung der Ursula Wirtz-Stiftung<br />
und Y, Institut für Transdisziplinarität der HKB</p>

<p>Besetzung<br />
Idee, Komposition, Inszenierung: Leo Dick<br />
Musikalische Leitung: Titus Engel<br />
Bühne, Kostüme, Co-Regie: Tassilo Tesche<br />
Elektroakustik: Marcel Saegesser<br />
Brunelda: Fabienne Jost<br />
Therese: Barbara Berger<br />
Student: Daniele Pintaudi<br />
Schwester: Chiara Asquini<br />
Halef: Wael Sami Elkholy<br />
Officer: Annekatrin Klein<br />
Heizer: Carlos Esquivel<br />
Stewardessen: Elisabeth de Merode , Stephanie Ritz<br />
Steward: Chasper-Curò Mani</p>

<p>Ensemble Ardent<br />
Leitung: Patrick Secchiari</p>

<p>Chor des Stadttheaters Bern<br />
Jugend Sinfonie Orchester<br />
Konservatorium Bern</p>

<p>Rezensionen:</p>

<a href="http://www.weitwinkel-web.net/?img=57&pro=3&language=de">Berner Zeitung</a>

<a href="http://www.weitwinkel-web.net/?img=56&pro=3&language=de">Der Bund, Bern</a><p><img src="http://www.weitwinkel-web.net/images/WunschFlyer-1.jpg" /></p>]]></content:encoded>
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	</item>
	<item>
		<title>Der Wunsch, Indianer zu werden</title>
		<link>http://www.weitwinkel-web.net/?img=54</link>
		<pubDate>Fri, 05 Aug 2011 10:32:56 GMT</pubDate>
		<dc:creator>The Author</dc:creator>
		

		<description><![CDATA[]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Musiktheater in 3 Teilen von Leo Dick<br />
mit Texten von Karl May, Franz Kafka u.a.</p>

<p>-PREMIERE 10. SEPTEMBER 2011 19H30 IM STADTTHEATER BERN-<br />
Weitere Aufführungen:<br />
11. September, 15h00 und 18h00<br />
12. September, 10h00 und 19h30<br />
13. September, 19h30<br />
14. September, 19h30<br />
15. September, 19h30</p>

<p>Uraufführung / Auftragswerk des Stadttheaters Bern<br />
Im Rahmen des Musikfestival Bern 2011<br />
Mit freundlicher Unterstützung der Ursula Wirtz-Stiftung<br />
und Y, Institut für Transdisziplinarität der HKB</p>

<p>Besetzung<br />
Idee, Komposition, Inszenierung: Leo Dick<br />
Musikalische Leitung: Titus Engel<br />
Bühne, Kostüme, Co-Regie: Tassilo Tesche<br />
Elektroakustik: Marcel Saegesser<br />
Brunelda: Fabienne Jost<br />
Therese: Barbara Berger<br />
Student: Daniele Pintaudi<br />
Schwester: Chiara Asquini<br />
Halef: Wael Sami Elkholy<br />
Officer: Annekatrin Klein<br />
Heizer: Carlos Esquivel<br />
Stewardessen: Elisabeth de Merode , Stephanie Ritz<br />
Steward: Chasper-Curò Mani</p>

<p>Ensemble Ardent<br />
Leitung: Patrick Secchiari</p>

<p>Chor des Stadttheaters Bern<br />
Jugend Sinfonie Orchester<br />
Konservatorium Bern</p>
<p><img src="http://www.weitwinkel-web.net/images/WunschFlyer.jpg" /></p>]]></content:encoded>
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	</item>
	<item>
		<title>Die Verschollenen</title>
		<link>http://www.weitwinkel-web.net/?img=53</link>
		<pubDate>Fri, 05 Aug 2011 10:01:14 GMT</pubDate>
		<dc:creator>The Author</dc:creator>
		

		<description><![CDATA[]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Das <a href="http://www.forumneuemusikluzern.ch/konzert_4.html">Forum Neue Musik Luzern</a> und Weitwinkel präsentieren</p>
<br>
<p>«Die Verschollenen»<br />
Dienstag, 30. März 2010, 20 Uhr<br />
Hörbar Im Kleintheater<br />
Kleintheater, Bundesplatz 14, Luzern</p>
<br>
<br>
<p>«Die Verschollenen» (2010)<br />
Ein szenisches Konzert für sechs MusikerInnen-PerformerInnen von Leo Dick</p>

<p>Ensemble:</p>
<a href="http://www.weitwinkel-web.net/?img=28&pro=8&language=de">Barbara Berger</a> (Gesang)
<a href="http://www.weitwinkel-web.net/?img=49&pro=8&language=de">Wael Sami</a> (Gesang)
<a href="http://www.weitwinkel-web.net/?img=50&pro=8&language=de">Virginia Arancio</a> (Banjo)
<a href="http://www.weitwinkel-web.net/?img=51&pro=8&language=de">Susanne Zapf</a> (Violine)
<a href="http://www.weitwinkel-web.net/?img=43&pro=8&language=de">Samuel Stoll</a> (Horn) Pascal Viglino (Schlagzeug)
<br>
<br>
<p>Auswandern nach Amerika, um Hunger, Unterdrückung und Perspektivlosigkeit zu entgehen – in dieser existentiellen Zuspitzung kaum vorstellbar für uns heute in Mitteleuropa, bis zum Ende des zweiten Weltkriegs aber selbst in der Schweiz alltägliche Realität. Andere Motive als die pure (wirtschaftliche) Not oder (politische) Verfolgung mögen für heutige Auswanderungspläne aus Europa &#160;bestimmend sein, geblieben ist– trotz mancher Desillusionierung - &#160;die Aura des Wortes ‚Amerika‘ als ein Versprechen auf ein besseres Leben, auf Freiheit, Weite und unbegrenzte (Aufstiegs-)Möglichkeiten. Längst hat sich der Begriff ‚Amerika‘ von der Realität ‚USA‘ abgekoppelt und ist zu einer – für viele Emigranten ebenso gut auch auf Europa übertragbare - Chiffre für eine persönliche Suche aus inneren und äusseren Zwängen geworden.<br />
Dieser individuellen Glückssuche wollen wir mit den Mitteln des instrumentalen Theaters nachspüren. Auf klangszenischem Wege soll ein Spannungsfeld eröffnet werden zwischen (realem) ‚hier’ und (imaginiertem) ‚dort’, zwischen ‚Schweiz’ und ‚Amerika’ – letztlich im übertragenen Sinne auch zwischen ‚Diesseits’ und ‚Jenseits’. Zu diesem Zweck kommen einerseits charakteristische Klangerzeuger wie Alphorn, Talerbecken, Banjo, Fiddle und Militärtrommel zum Einsatz, andererseits in der Verwendung stimmlicher Ausdrucksmittel Textfragmente aus Romanen von Franz Kafka (‚Amerika’), Karl May (‚Winnetou I’, ‚Der Schut’)) und Johanna Spyri (‚Heidi’).<br />
Das Projekt ist in Kooperation mit der Klasse <a href="http://www.hkb.bfh.ch/theatremusicamusicct.html">'Théâtre musical'</a> der Hochschule der Künste Bern entstanden.</p>
<p><img src="http://www.weitwinkel-web.net/images/amerika3-1.jpg" /></p>]]></content:encoded>
		<guid>http://www.weitwinkel-web.net/?img=53</guid>
	</item>
	<item>
		<title>Lauffeuer</title>
		<link>http://www.weitwinkel-web.net/?img=52</link>
		<pubDate>Thu, 25 Mar 2010 20:38:01 GMT</pubDate>
		<dc:creator>The Author</dc:creator>
		

		<description><![CDATA[]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<a href="http://www.weitwinkel-web.net/?img=44&pro=8&language=de">LEO DICK</a>/<a href="http://www.weitwinkel-web.net/?img=21&pro=8&language=de">ANNEKATRIN KLEIN</a>

<p>Der Begriff "Lauffeuer" stammt aus dem 17. Jahrhundert. Man bezeichnete damit ursprünglich eine Spur aus Schieß- oder Schwarzpulver, die man zur Fernzündung einer Sprengladung anzündete. Daraus leitete sich die heutige sprichwörtliche Übertragung ab: Etwas, z.B. eine Nachricht oder ein Gerücht, verbreitet sich wie ein Lauffeuer, d.h. systematisch und rasend schnell.<br />
Für die formale Gestaltung unserer Klangaktion im Rahmen von ‚Stadtklang’ Oldenburg wollen wir uns diese Metapher zu eigen machen: Von einem Anfangspunkt ausgehend breitet sich Klang aus und erobert sich in Windeseile einen weiten Raum. In einem gemeinsamen Zug führt eine Blaskapelle das Publikum vom Staatstheater an den Rand der Oldenburger Innenstadt, wo die unterschiedlichsten Musikformationen vom Kinderchor bis zum Sinfonieorchester weiträumig verteilt Position bezogen haben. Die Kapelle schickt kurze Rufe, Signale, klangliche ‚Funken’ in die Stadt, nacheinander antworten die Formationen, geben die Signale weiter und setzen sich währenddessen in Bewegung durch die Strassen. Begegnen sich zwei oder mehr Formationen, verdichten sich die Klangfunken, aus den kurzen Rufen wird ein musikalisches Kontinuum, die Funken steigern sich klangmalerisch zum aufflackernden Feuer, das wieder erlischt, wenn sich die Ensembles voneinander entfernen. Im grossen Finale treffen sämtliche Gruppen vor dem Theater zusammen und entzünden gemeinsam einen klanglichen Flächenbrand, in den schliesslich auch das Publikum mit einfachen musikalischen Aufgaben mit einbezogen wird.</p>
<p><img src="http://www.weitwinkel-web.net/images/einlegerA3_3.jpg" /></p>]]></content:encoded>
		<guid>http://www.weitwinkel-web.net/?img=52</guid>
	</item>
	<item>
		<title>Susanne Zapf</title>
		<link>http://www.weitwinkel-web.net/?img=51</link>
		<pubDate>Thu, 25 Mar 2010 20:18:59 GMT</pubDate>
		<dc:creator>The Author</dc:creator>
		

		<description><![CDATA[]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>(beteiligt an: <a href="http://www.weitwinkel-web.net/?img=46&pro=13&language=de">Die Verschollenen</a>)</p>

<p>wurde von Ilan Gronich in Berlin und Keiko Wataya in Amsterdam ausgebildet. Sie &#160;konzertiert in verschiedenen Kammermusikbesetzungen, wie dem Duo10 mit dem Gitarristen Hubert Steiner und ist Mitglied des Thürmchen Ensembles Köln und des Sonar Quartettes. 2002 gewann sie den Kranichsteiner Musikpreis.</p><p><img src="http://www.weitwinkel-web.net/images/neuesfoto.jpg" /></p>]]></content:encoded>
		<guid>http://www.weitwinkel-web.net/?img=51</guid>
	</item>
	<item>
		<title>Virginia Arancio (Gitarre)</title>
		<link>http://www.weitwinkel-web.net/?img=50</link>
		<pubDate>Thu, 25 Mar 2010 15:54:09 GMT</pubDate>
		<dc:creator>The Author</dc:creator>
		

		<description><![CDATA[]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>(beteiligt an: <a href="http://www.weitwinkel-web.net/?img=46&pro=13&language=de">Die Verschollenen</a>)</p>

<p>begann mit 14 Jahren Gitarre zu spielen und setzte ihre eigenen Versuche bei Guido Margaria am Conservatorio in Alessandria (Italien) fort. Danach studierte sie bei Elena Casoli an der Hochschule der Künste Bern weiter und erlangte ein Konzertdiplom "mit Auszeichnung". Seit 2008 ist sie Mitglied des italienischen Ensemble "Algoritmo" unter der Leitung von Marco Angius. Nebst Konzerten als Solistin trat sie in Ensembles und Orchestern auf. Seit einigen Monaten arbeitet sie an ihrem Projekt "Smiling Behind The Eyes"; eine Arbeit, die den Grenzbereich zwischen zeitgenössischer Gitarrenmusik und bildender Kunst auslotet und dabei verschiedene Zusammenarbeiten mit bildenden Künstlern hervor bringt. Eine weitere Leidenschaft gilt der Kammermusik, der sie in verschiedenen Besetzungen frönt. Seit 2007 arbeitet sie mit dem Schweizer Komponist Marcel Sägesser zusammen. Virginia Arancio ist seit 2009 Stipendiatin der "DE Sono"-Stiftung.</p><p><img src="http://www.weitwinkel-web.net/images/virginia_20-_2006.jpg" /></p>]]></content:encoded>
		<guid>http://www.weitwinkel-web.net/?img=50</guid>
	</item>
	<item>
		<title>Wael Sami (Gesang)</title>
		<link>http://www.weitwinkel-web.net/?img=49</link>
		<pubDate>Thu, 25 Mar 2010 15:48:44 GMT</pubDate>
		<dc:creator>The Author</dc:creator>
		

		<description><![CDATA[]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>(beteiligt an: <a href="http://www.weitwinkel-web.net/?img=46&pro=13&language=de">Die Verschollenen</a>)</p>

<p>begann mit 9 Jahren im Kinderchor der Oper von Kairo arabische Lieder zu singen und besuchte danach die Hochschule für arabische Musik, wo er seinen Abschluss als Komponist machte. Rege Konzerttätigkeit als Sänger in vielen arabischen und anderen Ländern wie Jordanien, Kuwait, Libanon, Österreich, Frankreich, Dänemark und China.</p>
<p><img src="http://www.weitwinkel-web.net/images/wael_sami.jpg" /></p>]]></content:encoded>
		<guid>http://www.weitwinkel-web.net/?img=49</guid>
	</item>
	<item>
		<title>Marcel Sägesser (Elektroakustik, Komposition)</title>
		<link>http://www.weitwinkel-web.net/?img=48</link>
		<pubDate>Thu, 25 Mar 2010 15:45:27 GMT</pubDate>
		<dc:creator>The Author</dc:creator>
		

		<description><![CDATA[]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>(beteiligt an: <a href="http://www.weitwinkel-web.net/?img=47&pro=6&language=de">Vox Humana</a>)</p>

<p>hat das Studium der Musik und Medienkunst bei Daniel Weissberg und Michael Harenberg an der Hochschule der Künste Bern abgeschlossen. Gegenwärtig Kompositionsstudium an der Zürcher Hochschule der Künste bei Kaspar Ewald und Germán Toro-Pérez.</p>

<p>Im Vordergrund seiner Arbeit stehen Kompositionen und Klangcollagen mit akustischen Instrumenten in Verbindung mit radikalen elektronischen Verfremdungsverfahren und auch reine Samplingmusik. Ein grosses Interesse gilt der Disziplin übergreifenden Zusammenarbeit mit Szene, Sprache, Stimme, Tanz, Bewegung, Bild und Raum. Sein Schaffen reicht von Theater/Tanz/Filmmusik über experimentelle Hörspiele bis hin zu Klanginstallationen und Klangkunst.</p><p><img src="http://www.weitwinkel-web.net/images/marcel.jpg" /></p>]]></content:encoded>
		<guid>http://www.weitwinkel-web.net/?img=48</guid>
	</item>
	<item>
		<title>Vox Humana</title>
		<link>http://www.weitwinkel-web.net/?img=47</link>
		<pubDate>Thu, 25 Mar 2010 15:11:45 GMT</pubDate>
		<dc:creator>The Author</dc:creator>
		

		<description><![CDATA[]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<a href="http://www.weitwinkel-web.net/?img=44&pro=8&language=de">LEO DICK</a>/ <a href="http://www.weitwinkel-web.net/?img=6&pro=8&language=de">TASSILO TESCHE</a>/MARCEL SÄGESSER
<p>OPERation X: »Vox humana - The Singing Machine« (UA)<br />
Musiktheater für Stimmkünstler und Instrumentalisten<br />
Text von Leo Dick und Tassilo Tesche</p>

<p>Vox Humana ist eine „theatrale Versuchsanordnung“, die den vom Menschen erzeugten Klang in seiner elementaren Form, der Stimme, in den Mittelpunkt stellt. Die Beschäftigung mit dem Gesang wird zum Ausgangpunkt einer Suche nach der perfekten menschlichen Stimme. Assoziativ werden verschiedene Themenbereiche und Mythen zum Thema Stimmerzeugung ausgeführt: Gegensatzpaare wie Kunst – Natur, Poesie – Perfektion, Mensch – Maschine bilden den Fundus szenisch-musikalischer Aktionen. Alles Szenische, Akustische und Visuelle wird miteinander verwoben und Teil einer musikalischen Struktur. &#160;Die Trennung von Musiker und Sängerdarsteller, von Video und Text, von visueller und akustischer Bedeutungsebene wird aufgehoben. Die Stimme wird zum theatralen Ereignis.</p>

<h2>Videotrailer der Uraufführung am Staatstheater Oldenburg</h2>

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<p>Premiere am 4. Juni um 20.00 Uhr am Oldenburgisches Staatstheater / Exerzierhalle<br />
Weitere Vorstellungen: 9., 18., 21., 24. Juni und 1. Juli<br />
jeweils um 20 Uhr in der Exerzierhalle</p>
 
<p>Inszenierung und Komposition: Leo Dick; Musikalische Leitung: Wilhelm Hofmann; Bühne, Kostüme, Video: Tassilo Tesche; Eletroakustik und konzeptionelle Mitarbeit: Marcel Saegesser; Dramaturgie: Katharina Ortmann<br />
Mit: Tiina-Maria Enckelmann, Anne Eversbusch, Sarah Papadopoulou, Silja Schindler, Nathalie Senf; Philipp Arndt, Wilhelm Hofmann, Sönke Klegin, Alexej Kosarev, René Schack, Volkmar Stickan, Andrey Valiguras</p>

<p><img src="http://www.weitwinkel-web.net/images/Vox_Humana_AMA_gross.jpg" /></p>]]></content:encoded>
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	</item>
	<item>
		<title>Dr. David Roesner</title>
		<link>http://www.weitwinkel-web.net/?img=45</link>
		<pubDate>Tue, 11 Nov 2008 10:25:30 GMT</pubDate>
		<dc:creator>The Author</dc:creator>
		

		<description><![CDATA[]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>geboren 1972 in Stuttgart, promovierte 2002 an der Universität Hildesheim mit einer Arbeit über “Theater als Musik” am Beispiel der Theaterproduktionen von Christoph Marthaler, Einar Schleef und Robert Wilson, die 2003 bei Gunter Narr erschienen ist. [LINK zu: ]<br />
Er lehrte an den Universitäten Hildesheim, Mainz und Bern und ist seit 2005 Senior Lecturer an der University of Exeter in Großbritannien. 2007 erhält er den Thurnauer Preis für Musiktheaterwissenschaft für “moderne methodische Ansätze und/oder ungewöhnliche Themen und zugleich herausragendes wissenschaftliches Potential”. David Roesner hat auch als Theatermusiker und Regisseur gearbeitet. Unter anderem inszenierte er die eignene Projekte „Barbette“ (2002) und „Glaubensbekenntnisse“ (2004) am Stadttheater Hildesheim. Zeugnisse dieser und anderer Arbeiten sind unter www.spa.ex.ac.uk/drama/staffsite/roesner/welcome.shtml zu finden.</p>

<p>Ausgewählte Publikationen von David Roesner zu experimentellen Formen des Musiktheaters:<br />
• „Musik mit den ‘Mitteln der Bühne’ — Aufführungsanalyse mit den Mitteln der Musik”, Vortrag beim Internationalen Kongress der Gesellschaft für Theaterwissenschaft, Hildesheim, 31. Okt.-3. Nov. 2002. Erschienen in: Kurzenberger/Matzke (Hg.) TheorieTheaterPraxis. Theater der Zeit, Recherchen 17, 2004, S. 107-116<br />
• „Musikalische Spiel-Räume“, in: Roesner/Wartemann/Wortmann (Hg.): Szenische Orte — Mediale Räume, Hildesheim 2005, S. 129-147.<br />
• “Singing Actors and Dancing Singers. Oscillations of genre, physical and vocal codes in two contemporary adaptations of Purcell’s Dido and Aeneas”, intellect, Studies of Musical Theatre, Vol 1, No. 2, 2007, S. 123-137.<br />
• "The politics of the polyphony of performance. Musicalization in contemporary German theatre", in: Barnett, David (Hg.) Contemporary Theatre Review: Beyond the Text. Contemporary German Theatre, Routledge, Vol. 18, No. 1, Feb 2008, S. 44-55.<br />
• "Wenn Musik zu Wort kommt. Portrait des Komponisten und Schauspielmusikers Lars Wittershagen" Originalbeitrag zum Programmheft zu Händl Klaus / Lars Wittershagen Furcht und Zittern, Regie: Sebastian Nübling, UA bei der Ruhrtriennale 2008.</p>

<p>In Vorbereitung:<br />
• "Dancing in the Twilight – On the Borders of Music and Theatre", in: Risi, Clemens; Eigtved, Michael; Symonds, Dominic: Music Theatre – Performance, Experience, and Contexts. Publikation geplant durch die FIRT/IFTR Arbeitsgruppe “music theatre”, 2009.<br />
• "Musikalität als Paradigma für die Theaterarbeit. Zehn Thesen", Keynote für die Fachtagung des Bundesverbandes Darstellendes Spiele (BVDS): Das Theater mit der Musik – Akustische Spuren im Schultheater, Kassel, 16.09.2008. Wird veröffentlich durch die Edition Körber Stiftung, 2009.<br />
• "Die Utopie ‘Heidi‘. Arbeitsprozesse im experimentellen Musiktheater am Beispiel von Leo Dicks Kann Heidi brauchen, was es gelernt hat?", Vortrag auf der Internationalen Konferenz der Gesellschaft für Theaterwissenschaft ‘Orbis Pictus – Theatrum Mundi‘, 23.-26.10.2008 in Amsterdam. Veröffentlichung voraussichtlich 2010.<br />
• "Musicking as Staging". Vortrag auf der Internationalen Konferenz Music on Stage, Rose Bruford College, 18.-19.10.2008. Veröffentlichung voraussichtlich in Studies in Musical Theatre, 2010.<br />
• "Musikalisches Theater – Szenische Musik", in: Mungen, Anno et. al. Mitten im Leben. Musiktheater von der Oper bis zur Everyday-Performance mit Musik. Veröffentlichung voraussichtlich Thurnau 2009.</p>

<p><img src="http://www.weitwinkel-web.net/images/Roesner2.jpg" /></p>]]></content:encoded>
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	</item>
	<item>
		<title>Leo Dick (Komposition, Regie)</title>
		<link>http://www.weitwinkel-web.net/?img=44</link>
		<pubDate>Wed, 05 Nov 2008 16:14:53 GMT</pubDate>
		<dc:creator>The Author</dc:creator>
		

		<description><![CDATA[]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>geboren 1976 in Basel, begann 1995 in Basel und Bern, Germanistik, Musik- und Theaterwissenschaft zu studieren und arbeitete nebenher als Korrepetitor und Arrangeur am Stadttheater Biel. 1997 übersiedelte er nach Berlin und nahm an der Hochschule der Künste das Studium der Komposition bei Prof. Friedrich Goldmann auf, das er 2003 abschloss, und studierte daneben Musiktheaterregie an der HfM Hanns Eisler. Aufführungen seiner Werke erfolgten u. a. im Rahmen der Klang-werkstatt Kreuzberg, der Reihe ‚Unerhörte Musik’, des Festivals ‚Ultraschall’ in Berlin, am internationalen Beethovenfest Bonn, an den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, auf Kampnagel (Hamburg), in den Sophiensaelen Berlin und in der Neubrandenburgischen Philharmonie. Dabei kam es zur Zusammenarbeit mit namhaften Formationen wie dem ensemble mosaik, dem RIAS-Jugendorchester, dem ensemble adapter, dem Chor hark! und den Neubrandenburger Philharmonikern.</p>

<p>In einem einjährigen Aufenthalt in Lyon (2000) beschäftigte er sich als Gast im Tonstudio des CNSM gezielt mit intermedialen Kompositionstechniken und Interaktivität im szenischen Kontext. In Verarbeitung dieser Erfahrungen brachte er in der Folge mehrere Arbeiten, die sich zwischen Klanginstallation und Musiktheater-performance bewegen, zur Aufführung am Gare du Nord Basel, den Kulturhallen Dampfzentrale Bern, dem Stadttheater Bern und dem Ballhaus Naunynstrasse Berlin. Seine Arbeit ‚Métaharmonie – Hommage à Jean Tinguely‘ wurde 2004 mit dem 1. Preis des Kompositionswettbewerbs der HMT Zürich ausgezeichnet und auf der DVD ‚Farblichtmusik des 20./21. Jahrhunderts‘ (erschienen 2006) veröffentlicht.</p>

<p>2003 war er massgeblich an der Gründung des Kulturfördervereins Klangnetz e. V. beteiligt und betreute als hauptverantwortlicher Projektleiter verschiedene Veranstaltungen der Konzertreihe Klangnetz, u. a. das Austauschkonzert Berlin/ Schweiz „vis-à-vis“. Neben seiner Tätigkeit als freischaffender Komponist, Regisseur und Kulturmanager arbeitete er als Regieassistent am Stadttheater Luzern (Saison 04/05), als Lehrer für Musiktheorie an der Musikschule Bern (2005) und als Produktionsassistent am Festival Rümlingen (2006).</p>

<p>Von 2005 bis 2007 war er Mitglied der Meisterklasse ‚Komposition und Musiktheater’ von Georges Aperghis an der Hochschule der Künste Bern. Seine szenische Kantate ‚Die Vögel‘ (nach Aristophanes) wurde im Herbst 2005 mit grossem Erfolg in Bern, Basel und Zürich herausgebracht. Im April 2007 wurde sein Musiktheaterprojekt ‚Kann Heidi brauchen, was es gelernt hat?‘ in einem Wettbewerb des ‚Fonds experimentelles Musiktheater NRW‘ mit einem mit 80000 € dotierten Förderpreis ausgezeichnet. Die Uraufführung fand am 6. Juni 2008 im Theater am alten Markt Bielefeld statt, weitere Aufführungen folgen u.a. im September 2008 im Rahmen der Biennale Bern und im November beim Meeting ‚Music Theatre Now‘ des Internationalen Theaterinstituts ITI.</p>

<p>Im Herbst 2007 wurde er als Stipendiat in das Akademieprogramm ‚Musiktheater heute‘ der Deutschen Bank aufgenommen. Seit Anfang August 2008 ist Leo Dick als Assistent im Studiengang Théatre Musical an der Hochschule der Künste Bern beschäftigt.</p>

<p>Hörbeispiele:</p>

<p>Abschied von Valhalla (2006)<br />
für Instrumentalensemble<br />
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<p>Glas und Stahl (2004)<br />
für Klavier solo (<a href="http://www.weitwinkel-web.net/?img=21&pro=8&language=de">Annekatrin Klein</a>: Klavier)<br />
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<p>Höhenlinien - Paraphrase zu Beethovens Pastorale (2005)<br />
für Orchester<br />
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<p>Out of Beresina (2008)<br />
für 3 Mikrotonklaviere (<a href="http://www.weitwinkel-web.net/?img=21&pro=8&language=de">Annekatrin Klein</a>, <a href="http://www.weitwinkel-web.net/?img=14&pro=8&language=de">Daniele Pintaudi</a>: Klaviere)<br />
<script type="text/javascript"> 	 	var myFlashObject = new QuicktimeObject("files/Out_of_Beresina.mp3", "qtsound", "250", "25", 8, "#ffffff", "sound"); 	myFlashObject.addParam("type", "video/quicktime"); 	myFlashObject.addParam("bgcolor", "#fcfaf4"); 	myFlashObject.addParam("loop", "false"); 	myFlashObject.addParam("autoplay", "false"); 	myFlashObject.addParam("scale", "tofit"); 	myFlashObject.addParam("target", "myself"); 	myFlashObject.addParam("src", "files/Out_of_Beresina.mp3"); 	myFlashObject.write(); 	 </script> <noscript> 	<object classid="clsid:02BF25D5-8C17-4B23-BC80-D3488ABDDC6B"  			class="sound"  			codebase="http://www.apple.com/qtactivex/qtplugin.cab#version=6,0,2,0" 			height="25" 			width="250"> 		<param name="type" value="video/quicktime"> 		<param name="bgcolor" value="#FCFAF4"> 		<param name="controller" value="true"> 		<param name="loop" value="true"> 		<param name="autoplay" value="false"> 		<param name="scale" value="tofit"> 		<param name="target" value="myself"> 		<param name="scale" value="tofit"> 		<param name="src" value="files/Out_of_Beresina.mp3"> 		<param name="pluginspage" value="http://www.apple.com/quicktime/download/indext.html"> 		<embed src="files/Out_of_Beresina.mp3"  			class="sound"  			scale="tofit"  			type="video/quicktime"  			target="myself"  			loop="true"  			autoplay="false"  			controller="true"  			bgcolor="#FCFAF4"  			border="0"  			pluginspage="http://www.apple.com/quicktime/download/indext.html" 			height="25" 			width="250"> 		</embed> 	</object> </noscript> </p>

<p>Lied der Nachtigall - Finale der szenischen Kantate 'Die Vögel' (2007)<br />
für Sopran solo, Orgel und Orchester<br />
<script type="text/javascript"> 	 	var myFlashObject = new QuicktimeObject("files/lied_der_nachtigall.mp3", "qtsound", "250", "25", 8, "#ffffff", "sound"); 	myFlashObject.addParam("type", "video/quicktime"); 	myFlashObject.addParam("bgcolor", "#fcfaf4"); 	myFlashObject.addParam("loop", "false"); 	myFlashObject.addParam("autoplay", "false"); 	myFlashObject.addParam("scale", "tofit"); 	myFlashObject.addParam("target", "myself"); 	myFlashObject.addParam("src", "files/lied_der_nachtigall.mp3"); 	myFlashObject.write(); 	 </script> <noscript> 	<object classid="clsid:02BF25D5-8C17-4B23-BC80-D3488ABDDC6B"  			class="sound"  			codebase="http://www.apple.com/qtactivex/qtplugin.cab#version=6,0,2,0" 			height="25" 			width="250"> 		<param name="type" value="video/quicktime"> 		<param name="bgcolor" value="#FCFAF4"> 		<param name="controller" value="true"> 		<param name="loop" value="true"> 		<param name="autoplay" value="false"> 		<param name="scale" value="tofit"> 		<param name="target" value="myself"> 		<param name="scale" value="tofit"> 		<param name="src" value="files/lied_der_nachtigall.mp3"> 		<param name="pluginspage" value="http://www.apple.com/quicktime/download/indext.html"> 		<embed src="files/lied_der_nachtigall.mp3"  			class="sound"  			scale="tofit"  			type="video/quicktime"  			target="myself"  			loop="true"  			autoplay="false"  			controller="true"  			bgcolor="#FCFAF4"  			border="0"  			pluginspage="http://www.apple.com/quicktime/download/indext.html" 			height="25" 			width="250"> 		</embed> 	</object> </noscript> </p>

<p>Kann Heidi brauchen, was es gelernt hat?<br />
Szenisches Musikpanorama für 12 Musikerdarsteller</p>
<a href="http://weitwinkel-web.net/?img=37&pro=5&language=de">Heidi_Videotrailer</a>
<p>&#160;</p>

<p>&#160;</p>


<p><img src="http://www.weitwinkel-web.net/images/Leo2.jpg" /></p>]]></content:encoded>
		<guid>http://www.weitwinkel-web.net/?img=44</guid>
	</item>
	<item>
		<title>Samuel Stoll (Horn)</title>
		<link>http://www.weitwinkel-web.net/?img=43</link>
		<pubDate>Wed, 05 Nov 2008 16:09:36 GMT</pubDate>
		<dc:creator>The Author</dc:creator>
		

		<description><![CDATA[]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>(beteiligt an: <a href="http://www.weitwinkel-web.net/?img=9&pro=6&language=de">Kann Heidi brauchen, was es gelernt hat?</a>, <a href="http://www.weitwinkel-web.net/?img=46&pro=13&language=de">Die Verschollenen</a>, <a href="http://www.weitwinkel-web.net/?img=5&pro=6&language=de">vis-à-vis</a>, <a href="http://www.weitwinkel-web.net/?img=16&pro=6&language=de">Hören & Sehen</a>)</p>

<p>Mit 14 Jahren erfolgreiches Bestehen der Traktorprüfung. Mit 22 Jahren erfolgreiches Bestehen der Autoprüfung. Mit 27 Jahren erfolgreiches Bestehen des Orchesterdiploms mit Naturhorn und Ventilhorn bei Jakob Hefti. Seit Oktober 2006 an der HKBern in der Klasse von Georges Aperghis, experimentelles Musiktheater. Gast in folgenden Ensembles: Kammerensemble Neue Musik Berlin, Collegium Novum Zürich, adapter, Antipodes, chronophonie. Mitglied in folgenden Vereinen: Weitwinkel, Turnverein Zuzgen. Mitglied in folgenden Ensemble: Duoplex, bergstollen.</p>

<br>
<p>http://www.myspace.com/stollsamuel</p>
<br>
<br><p><img src="http://www.weitwinkel-web.net/images/SamuelStoll-1.jpg" /></p>]]></content:encoded>
		<guid>http://www.weitwinkel-web.net/?img=43</guid>
	</item>
	<item>
		<title>Jürg Wyttenbach</title>
		<link>http://www.weitwinkel-web.net/?img=42</link>
		<pubDate>Wed, 05 Nov 2008 15:52:15 GMT</pubDate>
		<dc:creator>The Author</dc:creator>
		

		<description><![CDATA[]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Geboren in Bern. Studierte Klavier (Kurt von Fischer) und Komposition (Sándor Veress) in Bern; weitere Studien in Paris (Conservatoire). Lehrtätigkeit an der Musikschule Biel und am Berner Konservatorium. Seit 1967 Lehrauftrag für Klavier, seit 1970 Lehrer für Interpretation zeitgenössischer Musik am Konservatorium der Musik-Akademie Basel. Gleichzeitig rege Konzerttätigkeit als Pianist und Dirigent insbesondere zeitgenössischer Werke; zahlreiche Radio- und Schallplatten-aufnahmen. Erhielt 1993 den Kunstpreis der Stadt Basel. Lebt in Basel.</p>]]></content:encoded>
		<guid>http://www.weitwinkel-web.net/?img=42</guid>
	</item>
	<item>
		<title>Der Bund, Bern, Rezension vom 16.09.08</title>
		<link>http://www.weitwinkel-web.net/?img=41</link>
		<pubDate>Tue, 04 Nov 2008 22:16:36 GMT</pubDate>
		<dc:creator>The Author</dc:creator>
		

		<description><![CDATA[]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<br>
<h1>Musikalischer Parcours ohne Heidi</h1>

<br>
<p>Schweizer Erstaufführung im Konservatorium Bern eines Szenischen Musikpanoramas von Leo Dick¨</p>
<br>
<p>Der 1976 in Basel geborene Komponist Leo Dick und sein Team vergnügten an der Biennale Bern mit ihrer Bielefelder Produktion «Kann Heidi brauchen, was es gelernt hat?».<br />
Auf dem Flachdach im Innenhof des alten Konservatoriums Bern: Zu undeutlichem Stimmengewirr und aus umliegenden Fenstern erklingenden Alphornklängen und kreischenden Ratschen betritt das Publikum den Aussenraum und gleitet nahtlos in die künstlerische Produktion hinein, wird so selbst zum Teil des klanglich-geräuschhaften Schauspiels. Einige Minuten dauern diese naturalistischen Hornrufe und Alpklänge an. Dann ziehen die Darstellerinnen und Darsteller in einer Prozession unter Talerschwingen hinab. Hinter ihnen her trottet das Volk – oder ist es die Ziegenherde? –, angetrieben von zwei wild trötenden Geissenpetern.</p>
<br>
<p>Kakofonie und Jodelrufe</p>
<br>
<p>Es folgt der symbolische Abstieg in die engen städtischen Gefilde, nach Frankfurt zu Klara und ihrer Entourage, wo sich augenblicklich Hektik breit macht. Die Zeit ist hier eine andere, sie fliesst schneller und lässt einen kaum in Ruhe. Auch die Intensität der Geräusche steigt merklich: Alltagslaute mischen sich mit in sich kreisenden, rasch<br />
wiederkehrenden Wortfetzen und scheinbar beliebigem Klaviergeklimper und Walzerklängen (musikalische Leitung Titus Engel). Die Kakofonie lässt den Zuhörer den Stress regelrecht spüren, während dazwischen gesetzte Jauchzund Jodelrufe die Ruhe und Weite der fernen Bergwelt erahnen lassen.<br />
In einer kurzen Einführung vor dem Konzert, das im Rahmen der Biennale Bern als Schweizer Erstaufführung gezeigt wurde, erläuterte der 1976 in Basel geborene und in Bern lebende Komponist Leo Dick seine Absicht, die<br />
verschiedenen kontrastierenden Sphären aus Johanna Spyris populärem Buch einander gegenüberstellen zu wollen. Zum Beispiel suchte Dick, der in Berlin Komposition und Musiktheaterregie studierte und an der Hochschule der Künste Bern bei Georges Aperghis «Théâtre musical», die Konfrontation von Stadt und Alp, von Modernem und<br />
Ursprünglichem. Doch so trivial die Idee und das Vorhaben zunächst scheinen, so überraschend vielschichtig und<br />
komplex präsentiert sich das musikalisch-szenische Resultat. Der Kontrast ist kein einseitiger, sondern splittert sich<br />
auf in zahlreiche Konflikte. Zu der Gegenüberstellung von Kunstmusik und Folklore gesellen sich in der Produktion «Kann Heidi brauchen, was es gelernt hat?» die Gegensätze Geräusch und Klang, Alltag und Natur, Realität und Illusion, Zeit und Raum.</p>
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<p>Spielwitz und Ausdruck</p>
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<p>Die Sprachebene zerfällt in Deutsch, Französisch und Englisch. Aber selbst diese Kontraste sind unbeständig. Sie besitzen keine Kontinuität, treten als Bruchstücke in Erscheinung, so dass die Grenzen zerfliessen. Traditionelle Musikinstrumente werden entfremdet und mechanisch verwendet. Wo der Klang aufhört und das Geräusch beginnt,<br />
lässt sich kaum mehr definieren. Singende Sägen erklingen neben Holzlöffeln und Maultrommeln. Was ist Wirklichkeit, was Fiktion?<br />
Über vier Stationen führt dieses Spiel mit der Wahrnehmung. Dabei beeindruckten die zwölf Sänger und Musiker,denen theatralisch einiges abverlangt wurde (Szenografie Tassilo Tesche, Libretto Felizitas Ammann), sowohl auf<br />
musikalischer Ebene als auch durch ungemeinen Spielwitz und packende Ausdrucksstärke. Allein Heidi fehlte auf der Bühne. Mit gutem Grund: Der Komponist will es so. Er sieht Heidi als (abwesende) Integrationsfigur, als Verkörperung einer heilen Welt und der Sehnsucht der Menschen nach Glücklichsein. Als Utopie, in der die unglücklichen Aussenseiterfiguren zusammen geführt werden.</p>
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<p>Der Bund, Michael Matter [16.09.08]</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Deutschlandfunk</title>
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		<pubDate>Fri, 08 Aug 2008 15:42:43 GMT</pubDate>
		<dc:creator>The Author</dc:creator>
		

		<description><![CDATA[]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<h3>„Kann Heidi brauchen, was es gelernt hat?“</h3>

<p>Rezension für Deutschlandfunk, Musikjournal &#160;9.6.2008<br />
Redaktion: Falk Häfner<br />
Autor: Raoul Mörchen</p>
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Für die Anmoderation:</i>
<p>„Heidi“ ist die dritte Produktion des „Fonds Experimentelles Musiktheater“ vom NRW Kultursekretariat. Eine Jury entscheidet hier über Anträge, „die im gemeinschaftlichen Entwicklungsprozess das Verhältnis von Sprache und Musik beleuchten und unter Einbeziehung von Komponenten aus Musiktheater, Schauspiel und bildender Kunst in neuen Darstellungsformen sinnlich erfahrbar machen..“ und fördert sie mit 80000 Euro. Mit dieser Projektförderung schalten sich dann einzelne NRW-Bühnen dazu, an denen dann die vorfinanzierte Produktion aufgeführt wird.<br />
Der „Fonds Experimentelles Musiktheater“ ist seit 2005 eine Ergänzung des schon länger existierenden „Fonds neues Musiktheater“, wo eher nach dem Gieskannenprinzip Aufführungen neuerer Opern (meist konventionelle Literaturopern) mitfinanziert werden.</p>
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<i>Musik<br>
Doktor und Klara</i>
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<p>Man sieht viele, doch keine Heidi, man hört Musiktheater, doch keine Oper. Dabei wurde die Anwesenheit beider doch entschieden suggeriert: die Anwesenheit des Mädchens durch den Titel, die der Gattung durch den Ort. Doch man darf wohl vom Komponisten Leo Dick auf seine Frage „Kann Heidi brauchen, was es gelernt hat?“ im Ernst keine Antwort im üblichen Sinne erwarten, und eben auch keine Oper, bloss weil er die titelgebende Frage nach Heidi mit musikalischen Mitteln in den Räumlichkeiten eines traditionellen Stadttheaters stellt.</p>
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<i>Musik, kurz</i>
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<p>Ein Mädchen sitzt im Rollstuhl, schreibt an Heidi aufgeregt einen Brief über die anstehende Reise – das kann nur Klara aus Frankfurt sein, die kranke Freundin. Daneben der Mann, der so entschieden von der Reise abrät und seine Besorgnis rhythmisisert, indem er zwei kleine medizinische Fläschchen auf seinen Fingern wie Kastagnetten gegeneinander schlägt – das muss Klaras Doktor sein. Später wird er der Reise doch noch zustimmen, und drum wird Klara zu Heidi auf die Alm kommen. Auch sie wird die Tannen rauschen und die Ziegen meckern hören und durch die Ursprünglichkeit des einfachen Lebens schlussendlich sogar kuriert. Nach und nach macht es Klick, fallen einem immer mehr Details der berühmten Geschichte von Johanna Spyri ein. Und genau darauf, auf unsere Erinnerung an Heidi setzt Dick gemeinsam mit seinen Kollegen, der Autorin Felizitas Ammann und dem Bühnenbildner Tassilo Tesche: dass eben so gut wie jeder irgendwann einmal in seiner Kindheit oder Jugend die beiden Heidi-Romane Spyris gelesen oder zumindest deren Verfilmung gesehen hat. Darum, so die gutlistige Schlussfolgerung des Autorenteams, darum braucht das Musiktheater die Geschichte nicht noch einmal zu erzählen.<br />
Frei vom Zwang der Narration soll es sich anderen, womöglich elementareren Aufgaben widmen: soll in der kompositorischen Verfügung über Menschen, Gesten, Sprache und Gesang, Geräusch und Klang, Bewegung und Raum dem Glücksversprechen des Heidi-Mythos‘ auf den Zahn fühlen.</p>
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<i>Musik</i>
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<p>Der auffallend ungelenke Titel ist ein Richtungsweiser. „Kann Heidi brauchen, was es gelernt hat?“ das klingt ernsthaft zweifelnd, weil hier zur Frage wird, was Spyri im zweiten Heidi-Band noch als Faktum hingestellt hat. Der heisst nämlich „Heidi kann brauchen, was es gelernt hat.“ Gelernt hat das Naturmädchen Heidi einiges, während seines Zwangsaufenthalts in der grossen Stadt Frankfurt: Lesen und Schreiben und Bildung, die Grundpfeiler aller Kultur also: Eine im Zickzack aufgestellte lange Wand aus Schultafeln bildet bei der Bielefelder Uraufführung lange Zeit die wesentliche räumliche Folie, vor der sich das Geschehen abspielt: Ein blosses Dutzend Akteure, die Musiker und Darsteller sind – ein fulminantes ad-hoc-Ensemble unter der Leitung von Titus Engel – sie umkreisen bar jeder Chronologie jene Heidi, die das Publikum nie zu Gesicht bekommen wird. Zwei grössere quasi-instrumentale Zwischenspiele gliedern die losen Folge unabhängiger Theaternummern und sind vielleicht deswegen der kompositorische Ausnahmefall: Denn Musik im herkömmlichen Sinne, als für sich stehende Kunstform, gibt es sonst nirgends. Was man hört, wird meist unmittelbar aus der Szene, aus dem, was gesagt und erzählt wird, aus der Bewegung und dem Sachinventar abgeleitet: Es wird gefegt und geschoben, laut mit Kreide geschrieben oder mit Holzschuhen aufgetreten, es wird geklingelt und geläutet. Selbst die beiden Klaviere, die lange die Szene flankieren und offenbar für die Sphäre des grossstädtischen Bürgertums stehen, füttern das Theater nur mit nervös-flinkem Skalenwerk und fordern nie alleinige Aufmerksamkeit.</p>
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<i>Musik</i>
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<p>Keine Heidi-Oper also, sondern eine Heidi-Revue mit den Mitteln des neuen Musiktheaters. Was den traditionsbewussten Operngänger verwundern mag, hat mit und seit Cage und Kagel natürlich längst eine eigene Tradition. Bei einem ihrer originellsten Vertreter, Georges Aperghis, hat der 31jährige Schweizer Leo Dick bis zum letzten Sommer sogar noch studiert. Das kann man nicht nur allenthalben hören, sondern im Schriftbild der Partitur sogar sehen, wenn etwa der schrittweise Aufbau eines grösseren Zusammenhangs aus einer kleinen Ausgangszelle, einem einzelnen Wort beispielsweise, die Form einer Pyramide annimmt: bei Aperghis finden sich solche, den Leser wie Darsteller gleichermassen animierende Gebilde, allenthalben.<br />
Ganz im Sinne von Aperghis hat Leo Dick seinen Aufgabenbereich als Komponist bei dieser „Heidi“ sehr weit gefasst. Obwohl er sich den Text von der Librettistin Felizitas Ammann auf der Basis des originalen Wortlauts zuarbeiten und die Szenerie eben von Tassilo Tesche einrichten liess, ist das Theater in seinen Grundzügen bereits in der Komposition genau vorgezeichnet. Mit etwas mehr Erfahrung könnte Dick auch den Rest eines Tages allein entwerfen: eine beinahe zwingende Schlussfolgerung aus der ästhetischen Disposition eines solchen Musiktheaters.<br />
Jede Szene entwirft mit grosser Phantasie neue instrumentale, vokale, theatralische Konstellationen, alpine Versatzstücke wie Zither und Alphorn werden vergnüglich von folkloristischen Klischees befreit. Dem Musiktheater bekommt das über kurzweilige anderthalb Stunden so gut, dass es selbst zum eigentlichen Thema wird. Die Dialektik von Heimat und Fremde, von Natur und Kultur, von Ursprung und Verlust gerät dabei in den Hintergrund. Zwar trägt beispielsweise die Gegenüberstellung von komponierten und eher improvisierten Passagen einiges bei zur inneren Bewegung des Theaters – als Symbol des Widerstreits von Ordnung und Freiheit, als Symbol für Klaras Welt einerseits und Heidis Welt andererseits, geht es in der Flut der Einfälle unter.<br />
Keine Ahnung also, ob das Heidi brauchen kann, was es gelernt hat. Sicher aber kann das Musiktheater heute solche Arbeiten brauchen und weiter davon lernen. Auch Leo Dick selbst kann das noch.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>WDR Mosaik: Rezension</title>
		<link>http://www.weitwinkel-web.net/?img=38</link>
		<pubDate>Thu, 07 Aug 2008 17:00:45 GMT</pubDate>
		<dc:creator>The Author</dc:creator>
		

		<description><![CDATA[]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<br>
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<p>Raoul Mörchen über die Premiere von</p>
<h3>Kann Heidi brauchen, was es gelernt hat?</h3>
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<br><p><img src="http://www.weitwinkel-web.net/images/wdr3_logo.gif" /></p>]]></content:encoded>
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	</item>
	<item>
		<title>Video Trailer: Kann Heidi brauchen....</title>
		<link>http://www.weitwinkel-web.net/?img=37</link>
		<pubDate>Thu, 07 Aug 2008 16:01:55 GMT</pubDate>
		<dc:creator>The Author</dc:creator>
		

		<description><![CDATA[]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<br>
<p>Auszüge aus der Bielefelder Uraufführung:</p>
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	<item>
		<title>WDR Mediathek</title>
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		<pubDate>Thu, 07 Aug 2008 15:18:27 GMT</pubDate>
		<dc:creator>The Author</dc:creator>
		

		<description><![CDATA[]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<h3>Kann Heidi brauchen, was es gelernt hat</h3>

<p>MEDIATHEK regional - WDR.de</p>
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<p>ein Interview mit Leo Dick.</p>

zu hören im <a href=https://www.wdr.de/mediathek/html/regional/2008/06/06/mosaik_02.xml;jsessionid=5268E3C90313AF4E6165497D50529FB7.mediathek2">WDR Mediathek Archiv</a>
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